PWL Anlagentechnik

Harkenumlaufrechen PWL ProCat für die Kläranlage Braunsbedra

Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Geiseltal erteilte der PWL GmbH & C0. Anlagentechnik im Juni 2018 den Auftrag die komplette maschinentechnische Installation im Rechengebäude zu erneuern.

Neben Feinrechen mit 2 mm Spaltweite und einer Rechengutwäsche sollte eine neue Sandwaschanlage installiert werden.

Nach umfangreichen Recherchen stand für den Betreiber fest, dass Harkenumlaufrechen den hohen Anforderungen des Verbandes vollumfänglich entsprechen. „Neben einem sehr hohen Abscheidegrad, standen Aspekte wie hohe Durchsatzmenge trotz geringem Stababstand, Montagemöglichkeit  unter eingeschränkten Platzverhältnissen, betriebssicherer Rechengutaustrag und funktionale sowie gleichzeitig robuste Bauweise ohne viele Antriebe, Hilfskonstruktionen, Spülwasseranschlüsse usw. im Vordergrund“ (Marco Agthe 2019, ZWA Geiseltal).

Auf der Grundlage der daraufhin formulierten und veröffentlichten Ausschreibung erhielt die PWL Anlagentechnik aus Bückeburg den Zuschlag zur Lieferung zweier PWL ProCat Harkenumlaufrechen mit 2 mm Spaltweite, der folgenden Rechengutwäsche und einer Sandwaschanlage.

„Alle Anlagenteile wurden in das zentrale Leitsystem des Verbandes implementiert und visualisiert. Alle Funktionen und Antriebe lassen sich bildlich, graphisch und tabellarisch darstellen. Somit ist der Verband immer über alle Betriebszustände im Bilde und kann einfache Programmabläufe weiter im Detail optimieren.

Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Geiseltal kann kurz nach der Inbetriebnahme der Anlage feststellen, dass  die kläranlagentypischen Verzopfungen fast auf null reduziert sind, dass der Sandaustrag und dessen Reinigung optimal funktioniert und die Anlage unter allen hydraulischen Bedingungen betriebssicher funktioniert. Der Rechengutanfall hat sich im Vergleich zum vorher eingebauten Filterstufenrechen nahezu verdoppelt.

Für den Verband war und ist der Maschinentechnik von PWL die erste Wahl!“ (Marco Agthe 2019, ZWA Geiseltal)

Harkenumlaufrechen

Insbesondere der PWL ProCatÆ Harkenumlaufrechen überzeugte den Betreiber in der Vergabeentscheidung.

Der PWL ProCatÆ Harkenumlaufrechen ist als Spaltrechen konstruiert und vereint die Vorteile von Umlaufrechensystemen mit funktionaler Mechanik und einem unbeweglichen Rechenfeld. Der im Rechenrahmen demontierbare, fixierte Rechenrost ist entsprechend den individuellen Erfordernissen in Braunsbedra unter einem Winkel von 36° (PWL ProCatÆ L) geneigt. Dadurch lassen sich große hydraulische Durchsatzleistungen auch mit einer feinen Spaltweite bewältigen. Das Abwasser fließt durch den Spaltrost aus strömungsgünstig geformten Edelstahl-Dreikantprofilen. Die Schmutzstoffe werden zurückgehalten, direkt an der Kanalsohle durch robuste Räumschilde aufgenommen, zum Abwurfbereich transportiert und abgestreift bzw. abgeworfen. Ein Abstreifmechanismus schiebt das Rechengut bürstenlos und ohne den Einsatz von Spritzwasser von den Räumschildern.

Ein weiterer Vorteil des PWL ProCat ist das antibloccÆ-System, welches einen zuverlässigen Antiblockierschutz sicherstellt. Die Schaberbleche sind in den Räumbalken an Edelstahl-Federdämpfern montiert, um im Rechenfeld befindlichen Widerständen automatisch ausweichen zu können. Dadurch minimiert sich sowohl das Risiko eines sofortigen Stillstands oder von Zerstörungen als auch das gewaltsame Durchdrücken von Rechengut durch den Rechenrost.

Der ProCat basiert auf einer selbsttragenden Edelstahlkonstruktion, in der die umlaufenden Buchsenförderketten mit Umlenk-, Spann- und Antriebseinheit angeordnet sind. Eine weitere separate Einheit ist das unter 36° geneigte Rechenfeld. Es besteht aus strömungsgünstig geformten Profilen, ist mit dem Maschinenrahmen verschraubt und kann einfach sowie kostengünstig ausgetauscht werden. Zudem kann der gesamte Rechen inklusive Rechenrost aus dem Gerinne herausgeschwenkt werden. Oberhalb des Gerinnes verfügt der Rechen über eine vollständige Hygieneverkleidung aus Edelstahl. Alle Revisionsabdeckungen lassen sich per Vierkant-Vorreiber verschließen und vollständig entnehmen. Handgriffe sorgen für ein sicheres Handling. Die Position und Anzahl der Räumschilder, die sich an den umlaufenden Förderketten befinden, können Sie – falls erforderlich – an Ihren Bedarfsfall anpassen. Führungsschienen verhindern ein Ausweichen der Räumschilder. Diese sorgen für ein kontinuierliches Räumen des Rechenfeldes und transportieren das Rechengut zum Abwurfbereich.

Rechengutwäsche

Natürlich sind die Siebböden der nachfolgenden Rechengutwäsche des Typs PWL IWV 230 auf den feinen Rechenspalt abgestimmt.

Die installierten Harkenumlaufrechen werfen das Rechengut über einen PWL Spiralförderer in den Einwurftrichter des Wäschers ab. Es gelangt nach einer Vorpressung durch die Förderspirale in die Waschkammer, wo es im Wasserstrom gewaschen wird – ganz ohne mechanische Einwirkung. Im Anschluss an den Waschvorgang gelangt das Rechengut in die Presszone. Hier wird es verdichtet und ausgetragen. Sämtliche lösbaren organischen Stoffe werden samt Waschwasser zurück in das Gerinne geleitet. Das

Der PWL Intervall Waschverdichter IWV sorgt für eine intensive Entwässerung und Wäsche von Rechengut und kommt dabei gänzlich ohne ein Rührorgan oder die Zerkleinerung des Rechenguts aus. Transport und Verdichtung werden durch eine massive Förderspirale, die mit einem Innenrohr versehen ist, sichergestellt. Diese Spirale ist über ein Kupplungsstück im Antrieb gelagert und wird durch das verlängerte Innenrohr im Rechengutpfropfen auf der Presszonenseite zusätzlich zentriert. Auf diese Weise wird ein Schleifen der Spirale auf dem Boden des Siebs ausgeschlossen. Für die Rechengutwäsche und Reinigung der Maschine dienen eine automatische Spülvorrichtung mit zwei Magnetventilen für den Wasch- und Pressbereich sowie die Ablaufwanne.

Im Press- und Waschwasserbereich der Rechengutpresse befindet sich ein speziell geschlitzter Siebboden, der für eine gute Ableitung des Wassers sorgt. Dieser Boden kann zudem durch das Lösen von Schraubverbindungen ausgetauscht werden, wenn nötig. Die Austragung des verdichteten Pressguts erfolgt über ein Friktionsrohr. Das Austragsrohr verfügt über eine Presszonenverengung, die manuell bedient werden kann. Die Rückführung des Presswassers aus der Ablaufwanne erfolgt über eine separate Rohrleitung. Die Ablaufwanne verfügt über eine separate Spüleinrichtung und kann durch verschließbare Handlöcher eingesehen werden.

Sandwäsche

Die installierte Sandwäsche des Typs PWL DLK ergänzt die Neuausrüstung der Vorreinigung auf der Kläranlage Braunsbedra.

Der Sandwäscher wird aus dem Sandfang mit dem Gemisch aus Schwerstoff und Wasser tangential beschickt. Durch die Drehbewegung des Rührwerks in Kombination mit der Durchströmung des Sedimentstockes mit Waschwasser werden die leichteren Bestandteile abgerieben, anschließend über eine Überlaufschwelle ausgeschwemmt und in den weiteren Prozess übergeleitet.

Der gewaschene Schwerstoff sedimentiert, sammelt sich am Reaktorboden und wird mit einer verschleißarmen Spirale im Taktbetrieb ausgetragen. Die im Rührwerksbehälter verbleibende Restmenge wirkt als Trennschicht und sorgt dafür, dass kein verunreinigtes Material austritt. Die Sedimentstockhöhe sowie -austragsmenge können Sie flexibel einstellen und auf Ihre individuellen Bedingungen anpassen.